Das Leben mit einem „besonderen“ Kind braucht viel Kraft und Engagement. Wir freuen uns, dass zwei Familien den Mut gefunden haben, inwirbelwindüber ihre Erfahrungen und ihre Sorgen zu schreiben. Für sie war es nicht leicht, mit diesem Zeitschriftenartikel einen Teil ihres Lebens öffentlich zu machen. Doch beide Familien wollen anderen betroffenen Eltern mit ihren Informationen weiterhelfen und sowohl die Förderung nach Petö als auch die seltene Krankheit Hypophosphatasie bekannter machen.
„Konduktive Förderung“ nach Petö
Wie Maxi lernt, sein Leben zu bewältigen
Unser Sohn Maxi wurde 2004 geboren. Bei seiner Geburt erlitt er schweren Sauerstoffmangel und dadurch eine Hirnschädigung (Cerebralparese). Die Prognose war leider sehr schlecht und unsere ganze „heile“ Welt brach damals zusammen.
Als wir mit der „Konduktiven Tagesstätte Rosenheim“ in Kontakt kamen, waren wir sofort begeistert: Die „Konduktive Förderung“ nach Petö ist ein ganzheitliches Fördersystem für Kinder mit Hirnschädigung. Eine ihrer wesentlichen Stärken liegt in der gleichzeitigen gezielten Förderung von motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten. Sie ist gekennzeichnet durch eine Einheit von Pädagogik, Therapie und Erziehung.
Wir meldeten damals unseren Sohn umgehend für die Eltern-Kind-Gruppe an. Als Maxi mit professioneller Unterstützung der Konduktorin auf einem Petö-Hocker sitzen konnte, alleine seinen Löffel beim Essen festhielt und sogar ein paar Schritte an einem Sprossenstuhl laufen konnte, waren wir überwältigt. Es war sehr motivierend zu spüren, dass in jedem Kind Lern- und Entwicklungspotential gesehen und es zielorientiert und nicht defizitgeleitet gefördert wird.